Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD)

Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) oder auch Chinaseuche genannt, ist eine hochansteckende virale Infektionskrankheit, sie wird durch ein Calicivirus verursacht. 

RHD verursacht eine Entzündung der Luftwege, des Magen-Darmtraktes, führt zu massiven Blutgerinnseln, schädigt Leber und Lymphgefäße.

Man unterscheidet zwei Verlaufsformen:

  • perakute Form

    sie ist gekennzeichnet durch plötzlich auftretende Todesfälle ohne vorher erkennbare Anzeichen einer Erkrankung.

  • akute Form

    hierbei tritt der Tod 2 - 3 Tage nach den ersten Krankheitsanzeichen ein. 

Übertragung

Erkrankte Kaninchen scheiden das Virus mit dem Kot, Harn, Speichel, Nasen und Augensekret aus. Das Virus ist dann bis zu 7 Monate lebensfähig.

Die Übertragung der RHD erfolgt somit durch den 

  • direkten Kontakt

    z. B. durch infizierte oder erkrankte Tiere

  • indirekten Kontakt

    z. B. über Kleidung, Futter, Einstreu, stechende Insekten (Stechmücken, Flöhe) und Arbeitsgeräte

Die Ansteckung findet hauptsächlich über den Verdauungskanal (orale Aufnahme) statt. Sie kann aber auch über den Atemweg (aerogen durch Tröpfcheninfektion) erfolgen.

Jungtiere bis zu einem Alter von 4 - 6 Wochen erkranken selten, sie können aber nach Kontakt mit dem Erreger Virusausscheider werden und somit eine Ansteckungsquelle darstellen.

Klinische Symptome

Typische Symptome sind:

  • plötzlicher Tod

  • plötzliche Apathie

  • Inappetenz

  • hochgradiger Atemnot

  • blutiger-schaumiger Nasenausfluss

  • blutiger Urinabsatz

In der Regel werden die Tiere plötzlich Tod aufgefunden, ohne Anzeichen einer Erkrankung gezeigt zu haben. Charakteristisch ist ein nach hinten gebogener Kopf (bedingt durch die vorangegangenen Krämpfe) sowie ein blutigschaumiger Nasenausfluss. In ungeimpften Beständen sterben häufig die älteren Tiere. 

Diagnose

Neben dem typischen Verlauf der Erkrankung kann die die Diagnose über eine Sektion abgesichert werden.

Therapie und Prophylaxe

Eine Behandlung erkrankter Tiere ist nicht möglich.

Schutzimpfungen sind die wichtigste und erfolgreichste Vorbeugemaßnahme. Regelmäßig und rechtzeitig durchgeführt bieten Impfungen eine hohe Sicherheit gegenüber der RHD. Für Ausstellungstiere ist eine RHD-Impfung i.d.R. vorgeschrieben.

Um den Infektionsdruck zu senken sind Hygienemaßnahmen sinnvoll.


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