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Flohzirkus?

EIN FLOH KOMMT SELTEN ALLEINE

Hundefloh (Ctenochephaliedes canis)/Katzenfloh (Ctenochephaliedes felis)

Der Flohbefall gehört zu den häufigsten (ekto)parasitären Erkrankungen bei Katzen und Hunden.

Allgemeines

Flöhe sind kleine Flügellose Insekten. Flöhe können bis zum 1000fachen ihrer eigenen Körpergröße springen. Der Hundefloh (Ctenochephaliedes canis) ist die am häufigsten vorkommende Flohart bei Hunden und kommt auch bei Katzen vor.

Erwachsene Flöhe leben auf der Haut und ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere, sie bleiben meist ständig auf demselben Tier. Flöhe stechen durchschnittlich 10 mal pro Tag und können bis zum 15fachen ihres eigenen Körpergewichtes an Blut saugen. Flohstiche verursachen Hautirritationen mit heftigem Juckreiz (Flohspeichelallergie), der durch Kratzen und Selbstknappern wiederum zu Hautverletzungen und -entzündungen führt.

Bei Welpen kann es durch massiven Flohbefall mit Blutverlust zu Todesfällen kommen. Darüber hinaus können Flöhe auch Bandwürmer (Dipylidium caninum), Blutparasiten (Babesien) und Bakterien (Bartonella henselae) übertragen.

Flohbiologie

Der Entwicklungszyklus der Flöhe spielt sich überwiegend in der Umgebung der Wirtstiere ab.

Flöhe durchlaufen vier Stadien:

l. Adulter Floh

Erwachsene Flöhe bleiben ständig auf demselben Tier. In der Umgebung können Flöhe nur 1 bis 4 Tage überleben, dann müssen sie zurück aufs Wirtstier. Ein weiblicher Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag in die Umgebung abgeben.

Anmerkung:
Die direkte Übertragung von Flöhen von einem befallenem Tier ist nur gering, da Flöhe selten ein befallenes Tier verlassen.

ll. Eier

Die weißen, ovalen Floheier (0,5 mm lang) werden meist im Fell der Katze abgelegt und fallen später in die Umgebung. Unter warmen feuchten Bedingungen schlüpfen innerhalb weniger Tage kleine Larven.

lll. Larven

Diese Larven ernähren sich von organischen Materialien sowie speziell vom Flohkot, unverdautem Blut, das man in Form von schwarzen Partikeln finden kann. Nach zwei weiteren Stadien wird ein Kokon produziert, das Puppenstadium.

lV. Puppenstadium

Aus den Kokons schlüpfen voll entwickelte Flöhe, sobald geeignete Umweltbedingungen (Licht, Temperatur, Erschütterungen durch potenzielle Wirte) vorhanden sind. In Puppen geschützt können junge Flöhe so sechs Monate oder mehr überleben. Sie stellen so ein großes Parasitenreservoir dar.

Klinische Symptome

Typische Symptome bei Flohbefall sind:

  • Juckreiz
  • Hautirritationen (z. B. Rötungen, Quaddelbildung, Hautentzündungen)
  • Flohallergie-Dermatitis (FAD)
  • Ausschlag ("miliare Dermatitis")
  • Haarverlust
  • Blutverlust

Diagnose

Flohbefall lässt sich einfach feststellen, indem man das Haarkleid regelmäßig untersucht, Flöhe im Fell entdeckt oder Flohkot aus dem Fell des Tieres mit einem Flohkamm auskämmt - diese schwarzen Partikel färben sich rot, wenn man sie anfeuchtet.

Zoonoserisiken

Flöhe können auch den Menschen befallen, sie beißen meist nur kurz zu und diese Bissstellen werden dann in Form von kleinen roten Punkten sichtbar.

Behandlungsmöglichkeiten

Für eine effektive Flohbekämpfung müssen die Flöhe auf dem Tier selbst und auch in der Umgebung bekämpft werden.

Es stehen eine Reihe von Präparaten zur Vorbeuge und Behandlung von Hunden und ihrer Umgebung zur Verfügung:

  • Flohschutzhalsbänder
    wenig geeignet - z.T. schlechte Wirkung, direkter Kontakt mit dem Gift
  • Puder
  • Shampoos
  • Sprays
    ideal für die Umgebungsbehandlung - gegen Eier, Larven, Puppen
  • Spot-on-Verfahren
    besonders gut geeignet - Depot-Wirkung (ca. einen Monat), einfach anwendbar, wenig belastend

Welche Präparate bei einer erfolgreichen Flohbekämpfung oder -prophylaxe notwendig sind sollte durch eine fachkundige Beratung durch den Tierarzt ermittelt werden, insbesondere bei Folgeerkrankungen.

Prophylaxe/Schutzmaßnamen

Für die prophylaktische Anwendung bei Hunden eignen sich am besten Wirkstoffe die im Spot-on-Verfahren eingesetzt werden können, sie werden einfach auf die Haut des Tieres  aufgetragen. Sie bieten den Vorteil, dass sie eine länger anhaltende Depot-Wirkung entfalten und nur in monatlichen Abständen verabreicht werden müssen.

Flohbefall ist ganzjährig möglich.

 

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