TIERARZT Dr. R. MICHLING
Tierärztliche Praxis für Kleintiere und Pferde

 


Index

Home

Übergeordnete Ebene

Zurück

Inhauser Str. 22 (Ecke Accumer Str.), D-26389 Wilhelmshaven

Herzprobleme

Tel.: 04421 773770
Fax: 04421 773771

Die Ursachen von Herzerkrankungen sind verschieden, meist handelt es sich beim Hund um Erkrankungen der Herzklappen oder des Herzmuskels.

Herzklappenerkrankungen
    Endokadiose

Herzmuskelerkrankung
    dilatative Kardiomyopathie

Symptome einer Herzerkrankung
    wie zeigen sich Herzerkrankungen?

Therapie und Prophylaxe
    welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Quelle: in Anlehnung an Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH


Herzklappenerkrankung (Endokardiose)

Die degenerative Herzklappeninsuffizienz oder Endokardiose ist die häufigste Ursache der Herzinsuffizienzen beim Hund. Sie tritt meist bei mittelalten bis älteren Tieren auf, wobei Zwerg- und Kleinrassen besonders betroffen sind (z.B. Yorkshire Terrier, Dackel, Pudel).

Klappenveränderungen entwickeln sich meist über viele Jahre. Es kommt im Laufe der Erkrankung zur Bildung von knotigen Verdickungen an den Klappenrändern, so dass diese nicht mehr richtig schließen können. damit werden die Herzklappen ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht und zu wenig Blut wird in den Organismus gepumpt bzw. es kommt zu Stauungen.

Viele Hunde bleiben durch den schleichenden Verlauf der Erkrankung über Monate oder gar Jahre hinweg symptomfrei. Kommt es jedoch zur Ausbildung klinischer Symptome, sollte rasch therapiert werden.



Herzmuskelerkrankungen

Betroffen von dieser schweren Erkrankung sind vor allem Hunde großer Rassen (z.B. Boxer, Dobermann, Dt. Dogge, Irischer Wolfshund) und dies bereits in relativ jungem Alter. Bei der Herzmuskelerkrankung kann sich der Herzmuskel nicht richtig zusammen ziehen. Ursache hierfür ist ein "Dünnerwerden" der muskulösen Herzwände - das Herz ist regelrecht "ausgeleiert" und verliert seine Pumpleistung.

Im Gegensatz zu Klappenerkrankungen schreitet die Herzmuskelschwäche schneller voran und führt oft schon innerhalb von Wochen/Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung.

Ganz besonders schwerwiegend wird die Erkrankung, wenn zusätzlich Rhythmusstörungen (Arrhythmien) auftreten.



Symptome einer Herzerkrankung

Mit der Zeit schreitet die Erkrankung voran und die ersten Krankheitssymptome treten auf. Anfangs nur unter körperlicher Belastung, später auch in Ruhe.

Symptome einer Herzerkrankung können sein:

  • Allgemeine Schwäche und ständige Müdigkeit, massiver Leistungsabfall.
  • Husten nach Anstrengung und Aufregung, später auch in Ruhe, nachts oder beim fressen und Trinken.
  • Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem, Husten).
  • Wasseransammlung im Bauch (Aszites).
  • Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot.
  • Nächtliche Unruhe bzw. Ruhelosigkeit.
  • Appetit- und Gewichtsverlust.
  • Fehlende Lebensfreude.
  • Kollaps, Ohnmachtsanfälle oder Krämpfe durch ungenügende Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Sollten Sie irgendwelche Auffälligkeiten an Ihrem Tier beobachten, suchen Sie frühzeitig einen Tierarzt auf.



Therapie und Prophylaxe

Therapie

Hunden mit Herzerkrankungen sollten frühzeitig Medikamente bekommen, die die Herztätigkeit unterstützen.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die die Herzkraft stärken, und die Gefäße im gesamten Organismus erweitern, so dass das Herz gegen einen weitaus kleineren Widerstand ankämpfen muss - die Herzleistung wird erhöht, und die Herzarbeit wird durch die Gefäßerweiterung erleichtert.

Das Fortschreiten der Herzerkrankung kann dadurch verlangsamt werden und die Lebenserwartung Ihres Hundes steigt, jedoch nicht geheilt werden.

 

Nachuntersuchungen

Eine Herzerkrankung ist nicht heilbar, und um den Krankheitsverlauf optimal zu verfolgen sind Therapiekontrollen und die Überwachung des Gesundheitszustandes Ihres Hundes wichtig.

Medikamentengabe

Geben Sie die verordneten Medikamente entsprechend den Anweisungen, bzw. setzen Sie niemals ein Medikament ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt ab und ändern Sie auf keinen Fall die Dosierung.

Weitere Maßnahmen

Fütterung

Vermeiden Sie unbedingt Übergewicht (Adipositas) bei Ihrem Hund. Das Fettgewebe stellt eine zusätzliche Belastung für das Herz dar, da es mit durchblutet werden muss. In einigen Fällen kann es ratsam sein eine spezielle Diät zu füttern.

Bewegung

Überanstrengen Sie Ihren Hund nicht, auch wenn sein Bewegungsdrang und seine Lauffreude wieder zunehmen.

Vermeiden Sie extreme Hitze, verlegen Sie die Spaziergänge im Sommer in die frühen Morgenstunden bzw. in die Abendstunden.


Quelle: in Anlehnung an Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH

30.05.2006

©Dr. Ralf Michling 2004-2008 - Impressum - eMail an den Webmaster