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TIERARZT
Dr. R. MICHLING
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Mammtumoren sind bei der Hündin die häufigste Tumorerkrankung. Die erkrankten Hündinnen sind durchschnittlich zwischen neun und elf Jahren alt, unkastriert oder frühestens nach der zweiten Läufigkeit kastriert. RassedispositionKleinere Rassen sind aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung häufiger betroffen. Einige Rassen sind prädisponiert, darunter fallen:
KastrationOb eine Hündin kastriert ist, hat großen Einfluss auf die Entstehung von Mammatumoren. Die Inzidenz von Mammatumoren liegt bei unkastrierten Hündinnen bei etwa 25 %. Da Östrogene eine tumorinduktive Wirkung auf das Mammagewebe haben, steigt die Wahrscheinlichkeit an Mammatumoren zu erkranken proportional mit der Zeit, die das Mammagewebe ovarialen Hormonen ausgesetzt ist. Die Transformation von normalem Drüsengewebe zu tumorös entartetem Gewebe ist nach der zweiten Läufigkeit abgeschlossen. Eine Kastration nach der zweiten Läufigkeit hat keinen Einfluss mehr auf die Entstehung von Mammatumoren. LäufigkeitsunterdrückungDie Läufigkeitsunterdrückung erhöht ebenfalls das Risiko der Hündin, an Mammatumoren zu erkranken. Durch Aktivierung von Wachstumshormonen kommt es zur Proliferation und Transformation des Mammagewebes. AdipositasAdipöse Hündinnen haben ein 40 % höheres Erkrankungsrisiko als Hündinnen mit normaler Konstitution. Therapie von MammatumorenGrundsätzlich ist eine Teilmastektomie (Entfernung der halben Mammaleiste) oder radikale Mastektomie (ganze Mammaleiste zu empfehlen, da eine Nodulektomie (Entfernung eines einzelnen Mammatumors) oder einfache Mastektomie (ein Mammakomplex) in den meisten Fällen weitere Mammatumoren in den verbleibenden Komplexen innerhalb kurzer Zeit nachweisbar sind. Bei multiplen Mammatumoren in beiden Gesäugeleisten ist nach sechs bis acht Wochen eine radikale Mastektomie der zweiten Seite anzuraten. |
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27.10.2006 | ||||||||
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