TIERARZT Dr. R. MICHLING
Tierärztliche Praxis für Kleintiere und Pferde

 


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Toxoplasmose

Tel.: 04421 773770
Fax: 04421 773771

Allgemeines

Die Toxoplasmose ist eine weltweit vorkommende Infektionskrankheit, die durch einen einzelligen Parasiten (Toxoplasma gondii) hervorgerufen wird.

Die Toxoplasmose verläuft in der Regel ohne sichtbare Krankheitserscheinungen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können jedoch Entzündungen des zentralen Nervensystems und andere Symptome auftreten.

Infizieren sich Frauen erstmalig während einer Schwangerschaft, kann dies zu schwerwiegenden Schädigungen der Augen oder des Gehirns des ungeborenen Kindes führen, die z. T. erst nach Jahren in Erscheinung treten.

Toxoplasmose bei Katzen

Eine gesunde Katze entwickelt nach einem ersten Kontakt mit Toxoplasmen eine Immunität, so dass bei weiteren Infektionen in der Regel keine Oozysten mehr nachweisbar sind.

Die Eier (Toxoplasmen-Oozysten), werden mit dem Katzenkot ausgeschieden, und sind sehr wiederstandsfähig und können monatelang überdauern. Die Ausscheidungsphase dauert wenige Wochen und verläuft meist ohne Symptome.

Ansteckungsmöglichkeiten

Nach einer Infektion mit Toxoplasmen können sich diese in Muskulatur oder inneren Organen ansiedeln und dort sogenannte Gewebezysten bilden. 

Tiere infizieren sich durch:

  • durch fressen von Pflanzen, die mit toxoplasmenhaltigen Katzenkot verunreinigt sind
  • durch fressen von kleinen Beutetieren, vor allem von Wildnagern (Mäuse)

Menschen infizieren sich durch:

  • Verzehr von rohen oder ungenügend gegarten, zystenhaltigen Fleisch und Wurstwaren.
  • Rohmilch und -produkte von Ziegen und Schafen.
  • verunreinigtes Gemüse.
  • direkter Kontakt mit Katzenkot.

Die direkte Ansteckung über Katzen ist sehr selten.

Tiere, bei denen Antikörper nachgewiesen wurden und ständig im Haus leben, können sich nicht infizieren, solange sie nur mit handelsüblichem Futter oder abgekochtem Fleisch gefüttert werden.

Menschen und Tiere mit stabilem Immunsystem, bei denen Antikörper nachgewiesen wurden, sind in der Regel für den Rest ihres Lebens geschützt - auch während einer Schwangerschaft.

Nachweismethoden

Durch Untersuchungen einer Kotprobe Ihrer Katze kann festgestellt werden, ob diese aktuell Oozysten ausscheidet. Da die Erreger nicht kontinuierlich nachweisbar sind, wird eine dreimalige Untersuchung im Abstand von 14 Tagen empfohlen.

Sollte das Ergebnis der Kotprobe negativ ausfallen - was wahrscheinlich ist, da nur ca. 1 % der freilaufenden Katzen in Mitteleuropa Toxoplasmose-Oozysten ausscheiden, kann mittels Blutuntersuchung festgestellt werden, ob sie sich bereits mit den Erregern auseinander gesetzt hat.

Infektionsprophylaxe

  • Schwangere oder andere gefährdete Personen, bei denen mittels einer Blutuntersuchung festgestellt wurde, dass sie bisher keinen Kontakt mit Toxoplasmen hatten, können durch Untersuchung ihrer Katze feststellen ob eine Gefährdung gegeben ist
  • Ist die Katze bei den Untersuchungen Toxoplasmosenegativ und hat die Möglichkeit zum Mäusefang, kann es jederzeit zu einer Infektion mit anschließender Ausscheidung kommen. Diese Tiere sollten regelmäßig untersucht werden
  • Besonders während der Schwangerschaft keine rohen oder ungenügend gegarten Fleisch- oder Wurstwaren essen.
  • Nach der Zubereitung von rohem Fleisch Hände gründlich waschen
  • Bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen oder Hände anschließend gründlich waschen
  • Die Katzentoilette täglich säubern (Schwangere und andere gefährdete Personen sollten dies keinesfalls selber tun)
  • Kotverschmutzte Gegenstände mit heißem Wasser, Wasserdampf oder 10% Ammoniak* reinigen
  • Sandkästen für Kinder Abdecken

Quelle: In Anlehnung an synlab.vet

06.02.2005

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