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        <name>TierarztPraxis Wilhelmshaven® - Dr. med. vet. Ralf Michling</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-03-09T17:13:35+01:00</updated>
    
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            <title type="text">Harnuntersuchungen - Harnstatus</title>
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                                            Die Harnuntersuchung kann wertvolle Hinweise auf das Vorliegen von Erkrankungen bei Tieren liefern. Es stehen verschiedene Untersuchungen zur Beurteilung des Harnstatus zur Verfügung.
                                        ]]>
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                 Es werden eine Vielzahl von Parameter zu Beurteilung des Harnstatus bestimmt 
  Menge, Farbe, Transparenz, Geruch  
  Menge  
 Tierartenabhängig wird eine bestimmte Menge Harn täglich abgesetzt. Eine exakte Messung der Tagesgesamtmenge gelingt nur bei strikter Käfighaltung und ist nur bei ganz speziellen Krankheitsbildern erforderlich. 
 
 
 
 
  Polyurie  Erhöhter Harnabsatz durch erhöhte Produktion. Polyurie ist häufig die Folge der&amp;nbsp;Polydipsie, d.h. der erhöhten Aufnahme von Wasser. Gründe dafür können sein: 
 
 Futter- und Bewegungsabhängig 
 Krankheitsbedingt &amp;nbsp;(z.B. Diabetes mellitus, Morbus Cushing, Nierenversagen, Lebererkrankungen, Pyometra) 
 Verabreichung von Medikamenten (z.B. Corticosteroide, Hormone, Diuretika, Infusionen) 
 
 
 
 
 
  Oligurie  Verminderter Harnabsatz durch verminderte Produktion. Gründe dafür können sein: 
 
 Trinkwassermangel oder bei Schockzuständen 
 Krankheitsbedingt &amp;nbsp;(z.B. akutes Nierenversagen) 
 
 
 
 
 
  Dysurie  Häufiger Harnabsatz kleiner Mengen bei normaler Produktion. Gründe dafür können sein: 
 
 Schmerzhafte Blasenentzündungen (Zystitis) 
 Verengungen der harnableitenden Wege (durch Polypen, Tumore oder Blasen-, Harnröhrensteine oder -gries) 
 
 
 
 
 
  Anurie  kein Urinabsatz 
 
 Harnröhrenverschluss&amp;nbsp;(durch Polypen, Tumore oder Blasen-, Harnröhrensteine oder -gries) 
 Blasenruptur (Trauma-/Unfallbedingt) 
 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  Farbe  
 Die Farbe des Urins ist neben tierartspezifischen Besonderheiten von verschiedenen Faktoren wie Konzentration, Fütterung, Medikamentengaben und Erkrankungen abhängig. Abweichungen können auf Erkrankungen hinweisen. 
  Transparenz  
 Bei der Transparenz des Urins müssen tierartspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Abweichungen können auf Erkrankungen hinweisen. 
  Geruch  
 Tierartspezifisch hat der Urin einen typischen Geruch. Fütterung, Medikamente und Erkrankungen können zu Abweichungen führen. 
  Spezifische Gewicht  
 Die Nieren haben die Aufgabe, harnpflichtige Stoffe mit dem Urin auszuscheiden. Gleichzeitig regulieren sie den Wasserhaushalt, indem sie je nach Bedarf mehr oder weniger Wasser ausscheiden bzw. zurückhalten. 
 Das Spezifische Gewicht des Urins ist ein Parameter seiner Konzentration, das heißt, der Menge an gelösten Ausscheidungsprodukten im Verhältnis zur Menge des ausgeschiedenen Wassers. Schwankungen sind abhängig von der Ernährung, der Wasseraufnahme und körperlicher Anstrengung. 
  Bestimmung des Spezifischen Gewichtes  
 Das Spezifische Gewicht des Urins mit Handrefraktometern bestimmt.* 
 Ursachen die zu Veränderungen des spezifischen Gewichts in Form von Hypo- oder Hypersthenurie führen: 
 
 
 
  Hyposthenurie  Diuretika (Entwässerung), große Infusionsmengen und vermehrte Wasseraufnahme erhöhen die Wasserausscheidung und das Spezifische Gewicht ist geringer als normal 
 
 
  Hypersthenurie  Austrocknung (Dehydrierung) bzw. verminderter Wasseraufnahme wird weniger Wasser ausgeschieden und das Spezifische Gewicht ist höher als normal 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 *Harnteststreifen liefern häufig fehlerhafte Ergebnisse und sind daher ungeeignet. 
  Teststreifen  
 Mit Teststreifen können Tierartenabhängig verschiedene Parameter beurteilt werden: 
 
 
 
 
  pH-Wert  Die Nieren spielen auch bei der Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Säuren- und Basenhaushaltes des Organismus eine Rolle. Die Regulation erfolgt über die mehr oder weniger starke Ausscheidung von Ionen mit dem Urin. Der pH-Wert unterscheidet sich bei den einzelnen Tierarten und ist abhängig von: 
 
 der Häufigkeit, der Menge und der Art des aufgenommenen Futters 
 Erkrankungen (z.B. Diabetes, Nierenversagen, Erbrechen, Durchfall und Fieber) 
 
  Bedeutung hat die regelmäßige Kontrolle des pH-Wertes bei Erkrankungen im Zusammenhang mit Blasensteinen, Harnröhrensteinen oder -gries. 
 
 
 
 
  Glukose  Glukose im Urin steht in einem direkten Zusammenhang mit der Konzentration von Glukose im Blut. Der Glukosegehalt ist abhängig von: 
 
 Erkrankungen&amp;nbsp;(z.B. Diabetes mellitus) 
 Stress (insbesondere bei Katzen) 
 
 
 
 
 
  Ketonkörper  Beim Fettabbau werden Ketone/Ketonkörper gebildet, die dann auch vermehrt über den Urin ausgeschieden werden. Eine Erhöhung (Ketonurie) tritt auf bei: 
 
 fortgeschrittenem, unbehandeltem Diabetes mellitus 
 unzureichend eingestellten Diabetikern 
 unzureichende Insulinwirkung oder Insulinresistenz. 
 
 
 
 
 
  Bilirubin  Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Es wird in der Leber gebildet und gelangt mit der Galle in den Dünndarm. Bei massivem Anfall von Hämoglobin durch Zerstörung (Hämolyse) von Erythrozyten, bei Lebererkrankungen oder bei Verlegung der Gallenwege kann Bilirubin ins Blut übertreten (Bilirubinämie) und ab einer gewissen Konzentration auch über die Niere ausgeschieden werden. Eine Erhöhung (Bilirubinurie) entsteht bei: 
 
 Infektionserkrankungen (z.B. Babesiose, Leptospirose,&amp;nbsp;Haemobartonella felis) 
 Autoimmunerkrankungen (durch Hämolyse) 
 
  Tierartenabhängig kann ein Nachweis auch pysiologisch sein. 
 
 
 
 
   Blut (Erythrozyten, Hämoglobin)   Bei&amp;nbsp;Blutungen mit Zerstörung von Erythrozyten oder Blutungen im Bereich des Harntraktes kommt es zu einer Anreicherung im Urin. Ein positiver Nachweis tritt häufig auf bei: 
 
 &amp;nbsp;Verletzungen (Schleimhautblutungen, Entzündungen oder Tumore) 
 
  In einigen Fällen kann auch eine&amp;nbsp;Myoglobinurie zu einem positiven Ergebnis führen, diese tritt auf bei: 
 
 Muskelerkrankungen (durch Zerstörung von Muskelfasern) 
 
 
 
 
 
   Protein   Eine Erhöhung (Proteinurie) tritt auf bei:      
 
 Infektionserkrankungen 
 Erkrankungen der Organe (z.B. Krampfanfälle, Nierenerkrankungen, Prostataerkrankungen) 
 Stress 
 
 
 
 
   Nitrit   Einige bakterielle Infektionen können zur Bildung von Nitrit führen im Urin. Ein negativer Befund schließt eine bakterielle Infektion nicht aus. 
 
 
 
   Leukozyten   Ein Leukozytennachweis im Urin gibt einen Hinweis auf das Vorliegen einer akuten Entzündung im Bereich der harnableitenden Wege oder auch im Bereich des Genitaltraktes.&amp;nbsp; Die Ausagekraft ist tierartenabhängig nicht zuverlässig. 
 
 
 
 
  Sedimentuntersuchungen  
 Das Urinsediment wird durch zentrifugieren der Probe gewonnen und unter dem Mikroskop beurteilt.&amp;nbsp; 
 Neben&amp;nbsp;Zellen&amp;nbsp;(z.B. Erythrozyten, Leukozyten oder verschiedene Epithelzellen) können&amp;nbsp;Zylinder,&amp;nbsp;Kristalle (z.B. Struvit, Oxalat)&amp;nbsp;und&amp;nbsp;Mikororganismen (Bakterien, Pilze)&amp;nbsp;nachgewiesen werden. 
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                            <updated>2022-03-03T00:00:00+01:00</updated>
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