Neoplasien der Bauchdrüse (Duftdrüse) sind bei Rennmäusen (Gerbils) und Zwerghamstern häufig, treten insbesondere bei männlichen Tieren auf und sind oft bösartig (Karzinome, Adenokarzinome und Adenome). Sie zeigen sich als Umfangsvermehrung, Schwellung oder verkrustete Beule am Bauch.
Eine frühzeitige operative Entfernung der gesamten Drüse ist meist erfolgreich und ratsam.
Symptome
Häufig als sichtbare, feste oder zystische Knoten am Bauch. Das Tier leckt und beißt intensiv daran, was zu Entzündungen und auch eheblichen Blutungen führen kann.
Äthiologie/Pathogenese
Entstehen überwiegend bei männlichen Tieren durch Testosteroneinfluss.
Diagnose
Die Diagnose bzw. die Therapiewürdigkeit lässt sich aufgrund des typischen Erscheinungsbilds recht einfach stellen. Eine Abgrenzung entzündlicher oder neoplastischer Veränderungen ist nur durch histologische Untersuchung möglich.
Behandlung
Eine konservative Behandlung ist nicht möglich. Die chirurgische Entfernung der gesamten Bauchdrüse gilt als effektives, risikoarmes Verfahren. Mit speziellen Nähten ist auch ein komplikationsloser Heilungsverlauf zu erwarten. Eine schnelle tierärztliche Vorstellung ist immer sinnvoll, um Schmerzen, ein Aufbeißen (Automutilation) und eine Metastasierung des Tumors zu verhindern.
Prognose
Bei frühzeitiger, vollständiger Entfernung gut.