Beachten Sie die geltenden COVID-19 Beschlüsse:
  • nur eine gesunde erwachsene Person darf die Praxis betreten
  • warten Sie nach Ankunft draußen, kündigen Sie sich zu Ihrem Termin telefonisch an
  • die Behandlung findet grundsätzlich OHNE Tierbesitzer statt
  • ab sofort gilt eine Pflicht zum tragen von medizinischen Masken (OP-, KN95/N95- und FFP2-Masken)
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Ihr Team von TierarztPraxis Wilhelmshaven
 
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Schokoladenvergiftung

Die Aufnahme von Schokolade durch Hunde ist ein immer wiederkehrendes Problem in der tierärztlichen Praxis. 

Ursachen der Vergiftung:

Theobromin ist in
 
  • Kakaopulver (14 - 20 mg/g),

  • Milchschokolade (1.5 - 2 mg/g),

  • dunkler Schokolade (5 mg/g) und in

  • Kochschokolade (15 mg/g)

zu finden.
 
Weisse Schokolade enthält praktisch kein Theobromin.
 
Missbräuchlich werden Theobromin und andere Methylxanthine zu Dopingzwecken verwendet.
 
Die minimal letale (tödliche) Dosis (oral) für den Hund beträgt 100 mg Theobromin/kg Körpergewicht.
Die orale LD50 liegt im Bereich von 250-500 mg/kg.
Milde bis moderate Symptome können bereits ab 20 mg/kg Coffein oder Theobromin auftreten, lebensbedrohliche bei 60 mg/kg.
 
unherblich bis 20 mg/kg über 24 Stunden beobachten, bei Symptomen Tierarzt kontaktieren
mild bis moderat 20-40 mg/kg über 24 Stunden genau beobachten, bei Symptomen Tierarzt bzw. Notdienst kontaktieren
möglicher Notfall 40-60 mg/kg Tierarzt/Notdienst aufsuchen!
 

Kinetik und toxische Wirkung:

Theobromin wird im Magen-Darm-Trakt resorbiert (orale Bioverfügbarkeit beim Hund 73%).
Der Abbau beginnt mit einer Demethylierung und anschließenden Konjugationsreaktionen.
Die Theobrominausscheidung ist beim Hund im Vergleich mit anderen Spezies verlangsamt (Plasmahalbwertszeit bis 17.5 Stunden). Die zentrale analeptische Wirkung beruht auf einem Toxikologie II 108 kompetitiven Adenosinantagonismus. Die peripheren Wirkungen entstehen durch Hemmung der Phosphodiesterase, die für den Abbau von cyklischem AMP (cAMP) verantwortlich ist.

Klinische Symptome und Diagnose:

Schon innerhalb von 2-4 Stunden nach Aufnahme kommt es zu Erregung, Ataxie, Hyperästhesie, Krämpfen, Erbrechen, Durchfall, Abdominalschmerzen, Tachypnoe, Tachyarrhythmie und Polyurie.

Therapie:

Dekontamination und symptomatische Notfallmaßnahmen durch den Tierarzt
 
Mit diesem Kalkulator können sie vorab recht schnell erfassen ob ein Besuch im Notdienst mit Ihrem tierischen Liebling angezeigt ist:
 

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