Eine zu hohe Phosphatzufuhr belastet den Katzenorganismus
In einer Studie der LMU München von 2017 konnte gezeigt werden, dass erhöhte Phosphorverfügbarkeit zu einer erhöhten gastrointestinalen Aufnahme und renalen Ausscheidung führt, was die glomeruläre Filtrationsrate herabsetzen kann. Klinisch führte dies bei den adulten Katzen zu einer Glukosurie und Mikroalbuminämie. Insbesondere in Kombination mit einem niedrigen Ca : P-Verhältnis in der Nahrung wiesen mehrere andere Studien eine erhöhte Phosphoraufnahme nach.
Für eine Tierart mit sehr hoher Prävalenz von chronischer Niereninsuffizienz sollte die Phosphoraufnahme daher auch bei gesunden Tieren unbedingt berücksichtigt werden.
Eine signifikante Korrelation der untersuchten Futtermittel bestand zwischen dem Eiweißgehalt des Futters und überhöhten Phosphorkonzentrationen. Somit kann hier nicht nur der anorganische Phosphoranteil, der aus unterschiedlichen zugesetzten Phosphorverbindungen zu Konservierungs- oder Ergänzungszwecken stammt, verantwortlich gemacht werden. Phosphat aus beiden Quellen kann zu einer Schädigung der Nierenfunktion führen; so ist der erhöhte Eiweißgehalt potenziell klinisch relevant.
| Ein hoher Fleischanteil ist nicht immer sinnvoll! |
Trocken- oder Nassfutter?
Wenn es um Katzennahrung geht, denken viele Tierbesitzer darüber nach, ob Feucht- oder Trockennahrung für die Katze besser ist. Im nachfolgenden finden sich die Vor- und Nachteile der jeweiligen Fütterung.
Feuchtnahrung
Nachteile von Feuchtnahrung
Nassfutter neigt dazu einen höheren Phosphorgehalt zu haben:
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Dies ist einerseits durch den Einsatz von hohen Fleischanteilen zurückzuführen, welche häufig im Katzenfutter verwendet werden,
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Andererseits werden anorganische Phosphate wie Natrium- oder Kaliumphosphate verwendet, um das Wasser im Katzenfutter zu binden und die Haltbarkeit zu verlängern. Gleichzeitig tragen sie auch dazu bei, dass die Farbe des Katzenfutters ansprechender aussieht.
Weitere Nachteile von Feuchtnahrung
Einer der zusätzlichen Nachteile ist, dass es nicht den ganzen Tag zur Verfügung gestellt werden kann, weil es schnell verdirbt. So kann dem natürlichen Fressverhalten der Katze nicht entsprochen werden. Nassfutter hat darüber hinaus den Nachteil, dass es aufgrund der Konsistenz die Zahngesundheit negativ beeinflusst.
Vorteile von Feuchtnahrung
Ein Hauptvorteil von Nassfutter besteht darin, dass die Katze zusätzliches Wasser aufnimmt.
Nassfutter hat zudem den Vorteil, dass es ein intensiveres Aroma hat als Trockenfutter. Dies ist vor allem für alte Katzen wichtig, wenn der Geruchssinn nachlässt.
Trockennahrung
Vorteile von Trockennahrung
Trockenfutter ermöglicht eine bessere Phosphorkontrolle:
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Trockenfutter enthält aufgrund seines höheren Kohlenhydratanteils oftmals weniger Phosphor (Im Idealfall sollte dieser unter 0,8% liegen).
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Zudem sind anorganische Phosphate für die Haltbarkeit und Stabilität des Trockenfutters nicht notwendig.
Das entlastet die Nierenfunktion ganz entscheidend.
Weitere Vorteile von Trockennahrung
Einer der zusätzlichen Vorteile von Trockenfutter ist, dass es leicht aufzubewahren und zu verfüttern ist. Es kann den ganzen Tag im Fressnapf bleiben, ohne zu verderben. So können Katze häufig kleine Portionen fressen, was zu gesundem Fressverhalten beiträgt. Mit der richtigen Rezeptur, unterstützt Trockenfutter auch eine bessere Zahngesundheit, da eine leicht abreibende Oberfläche der Kroketten Zahnstein vorbeugt.
Nachteile von Trockennahrung
Es muss ein ausreichendes und artgerechtes Trinkwasserangebot zur Verfügung gestellt werden.
Wichtig!
Bei Katzen mit bereits bestehenden Nierenerkrankungen sind nachfolgende Faktoren von größter Bedeutung:
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Weniger Protein, aber hochverdaulich mit hoher biologischer Wertigkeit.
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Der Gehalt an Phosphor muss reduziert werden.
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Fermentierbare Fasern oder Kohlenhydrate wirken sich positiv auf Darmpassage, pH-Wert und Reduktion der Aufnahme von Ammoniak und bakteriellem Protein aus.